Das Leben mit (m)einem Tierfreund

Das Leben mit Tieren finde ich sehr bereichernd. Wir haben einen Hund „Fridolin“ und ich liebe ihn sehr. Mittlerweile ist unser Labradormischling schön über 10 Jahre und damit ein Senior. Wir haben ihn als Welpen bekommen und ihn damit fast sein ganzes Leben begleitet. Ich werde nie vergessen, als wir bei der Züchterin waren und wir uns zwischen noch drei übrigen Rüden entscheiden mussten. Die Züchterin ging sehr veranwortungsvoll mit ihrer Aufgabe um und wollte wissen, welche Menschen wir sind, um uns gut zu beraten. Als unser Fridolin meinen Mann über das Laufstallgitter gesehen hat, hat er bei dem Anblick von meinem Mann aufgeregte Schleckbewegungen gemacht. Ich denke, es war Liebe auf den ersten Blick.

Schon Hundeerfahren wußten wir in etwa, was da auf uns zukommt. Nächtliches Aufwachen und schnelles Runtertragen von unserem Hund nach draußen war anfangs notwendig. Wir wohnten mitten in der Stadt, in der 2. Etage und hatten noch keinen Garten. Zu Fridolins Glück sind wir recht schnell umgezogen und hatten nun einen Garten, was schon etwas einfacher ist. Mit ihm war es insgesamt aber nicht sehr schwierig ihn zu erziehen, denn er hat ein liebes und gutmütiges Wesen. Manchmal ist er ein bißchen bequem, was den Vorteil hat, dass er nicht großartig wegläuft. Außerdem ist er dickköpfig und überlegt nochmal, ob er wirklich tun soll, was man ihm sagt. Lustig und beeindruckend ist, dass die Züchterin seinen Charakter uns schon sehr gut beschrieben hat, obwohl er zu dem Zeitpunkt noch ein junger Welpe war.

Recht lange bin ich zur Hundeschule gegangen. Mir war wichtig, dass er die Grundbefehle „Sitz“, „Platz“ und „Bleib“ sicher beherrscht. Außerdem ist der soziale Austausch mit anderen Hunden, meiner Meinung nach, wichtig. Sie müssen auch die „Hundesprache“ lernen, damit ein späterer Kontakt zu anderen Hunden nicht in Streß umschlägt. Insgesamt ist es schon einige Arbeit bis der Hund erzogen ist. Deswegen bin ich erstaunt, dass es Menschen gibt, die denken, ein Hund wäre schon direkt perfekt und ihn dann bei ersten Anstrengungen wieder abgeben. Ich bin der Meinung, bevor sich jemand ein Tier anschafft, soll sich derjenige genügend Gedanken machen. Es ist ein Lebewesen mit allem, was dazu gehört. Ein Hund muss zum Tierarzt, eventuell muss das Silvesterfeiern darauf abgestimmt werden … Der Urlaub muss mit Hund oft anders geplant werden. Sucht man nach einem Hotel und nimmt die Kategorie Hunde erlaubt hinzu, ist es schon fast witzig wie wenig Hotels übrig bleiben. Flugreisen möchte ich meinem Hund nicht antun. Somit sind Fernreisen tabu, möchte man den Hund auch nicht in eine Tierpansion geben.

Für mich ist Fridolin alle Mühe wert. Er hat ein freundliches Wesen und ist einem sehr zugewandt. Dankbar für Kleinigkeiten, wie der regelmäßige Spaziergang, sein Futter, Streicheleinheiten, ein Leckerchen oder ein neues Spiezeug, bereichert er den Alltag. Er freut sich immer, wenn man Nachhause kommt. So ist das Zuhause nochmehr ein Zuhause. Schaut er mich an, löst das jede Menge positive Gefühle aus und ich bin dankbar, dass er mich in meinem Leben begleitet.

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